Phosphatdünger erklärt: DAP, MAP, SSP und TSP im Vergleich

Phosphor ist einer der drei Hauptnährstoffe für das Pflanzenwachstum und nicht substituierbar. Ohne ausreichende Phosphorversorgung stagniert die Wurzelentwicklung, die Blüte verzögert sich und die Erträge bleiben hinter dem Potenzial zurück. Dieser Leitfaden erklärt die wichtigsten Unterschiede und hilft Distributoren bei der richtigen Produktwahl.
Warum Phosphor entscheidend ist
Phosphor treibt die Bildung von ATP an, der Energiewährung aller lebenden Zellen. Eine ausreichende Phosphorversorgung zur Saat ist entscheidend: sie beschleunigt die Wurzelbildung und verbessert die Frühjahrsvitalität.
Anders als Stickstoff wird Phosphor in den meisten Böden kaum ausgewaschen. Er bindet an Bodenpartikel und bleibt über Monate verfügbar.
DAP (Diammoniumphosphat): Profil und Anwendungen
DAP (18-46-0) ist der weltweit meistgehandelte Phosphatdünger mit 18% N und 46% P₂O₅.
Eigenschaften: DAP löst sich schnell in der Bodenfeuchtigkeit und liefert sofort verfügbares Phosphat und Ammoniumstickstoff.
Anwendungen: Vorsaat-Grunddüngung bei Weizen, Mais, Raps, Zuckerrüben; Mischkomponente in NPK-Produktion.
Herkünfte: Marokko (OCP), Saudi-Arabien, China.
MAP (Monoammoniumphosphat): Wann MAP statt DAP?
MAP (11-52-0) enthält 11% N und 52% P₂O₅.
Unterschied zu DAP: Geringerer Stickstoffgehalt, leicht saure Bodenreaktion — besser für kalkhaltige oder alkalische Böden.
Einsatz: Alkalische Böden in Südeuropa; Unterfuss-Düngung; Fertigation und Flüssigdüngerproduktion.
SSP (Einfach-Superphosphat): Der Schwefel-Bonus
SSP enthält 16–20% P₂O₅ und ca. 11–12% Schwefel als Calciumsulfat.
Vorteil: SSP ist der einzige grosse Phosphatdünger, der gleichzeitig nennenswerte Schwefelmengen liefert.
Einsatz: Schwefelarme Böden; Raps, Zwiebeln, Leguminosen.
TSP (Triple-Superphosphat): Reines Phosphat
TSP enthält 44–48% P₂O₅ ohne Stickstoff und Schwefel.
Vorteil: Konzentriertester Einzel-Phosphatdünger.
Einsatz: Intensive Phosphatprogramme; Mischkomponente in NPK-Fabriken.
Vergleich: DAP vs MAP vs SSP vs TSP
| Sorte | N (%) | P₂O₅ (%) | S (%) | Am besten für |
|---|---|---|---|---|
| DAP 18-46-0 | 18 | 46 | 0 | Neutrale bis saure Böden |
| MAP 11-52-0 | 11 | 52 | 0 | Alkalische / kalkhaltige Böden |
| SSP | 0 | 16–20 | 11–12 | Schwefelarme Böden, Ölsaaten |
| TSP | 0 | 44–48 | 0 | Hoher P-Bedarf ohne N/S |
Preise und Beschaffungsstrategie
Phosphatdünger-Preise werden durch die Verfügbarkeit von Rohphosphat (v.a. Marokko), Energiekosten und Währungsschwankungen beeinflusst.
Cerantis liefert DAP, MAP, SSP und TSP aus bewährten Quellen. Saisonale Muster: Phosphat-Nachfrage hat Spitzen im Herbst (Vorsaat) und Frühjahr. Deckung 4–8 Wochen vor Saisonspitze empfohlen.