Agronomie 7 min readMai 2026

Magnesiummangel erkennen und beheben: Kieserit, Bittersalz oder Patentkali?

Gesundes Maisfeld nach Magnesiumdüngung mit Kieserit gegen Magnesiummangel – Cerantis Magnesiumsulfat (MgSO₄), Düngerhandel Schweiz

Magnesium ist als Zentralatom des Chlorophylls für die Photosynthese unverzichtbar – und Magnesiummangel ist auf leichten, sandigen Böden sowie bei hoher Kaliumdüngung weit verbreitet. Wer ihn beheben will, steht vor der Wahl zwischen drei Magnesium-Schwefel-Düngern: Kieserit, Bittersalz und Patentkali. Dieser Beitrag erklärt die Unterschiede und die richtige Anwendung.

Magnesiummangel erkennen

Magnesiummangel zeigt sich zuerst an den älteren Blättern, da die Pflanze Magnesium in die jüngeren Blätter verlagert. Typische Symptome:

Mais: perlschnurartige Aufhellung (Streifen) entlang der Blattadern
Wein: Aufhellung zwischen den Adern, bei roten Sorten Rötung der älteren Blätter
Getreide und Obst: interveinale Chlorose, im Verlauf Nekrosen

Begünstigt wird der Mangel durch leichte, sandige Böden (Auswaschung), kühle, nasse Bedingungen und hohe Kalium- oder Ammoniumgaben, die die Magnesiumaufnahme antagonistisch hemmen.

Kieserit, Bittersalz und Patentkali im Vergleich

Alle drei sind chloridfreie Magnesium-Schwefel-Quellen, unterscheiden sich aber in Form, Löslichkeit und Begleitnährstoff:

ProduktNährstoffeFormEinsatz
Kieserit (MgSO₄·H₂O)~25% MgO + Sgranuliert, langsam löslichBodengrunddüngung
Bittersalz (MgSO₄·7H₂O)~16% MgO + Svoll wasserlöslichBlattdüngung, Fertigation
Patentkali (K₂SO₄·MgSO₄)K₂O + MgO + SgranuliertKalium + Magnesium kombiniert

Kieserit und Bittersalz liefern reines Magnesium plus Schwefel. Patentkali (Kalimagnesia) kombiniert zusätzlich Kalium – sinnvoll, wenn Kalium und Magnesium gemeinsam fehlen.

Boden- oder Blattdüngung?

Die Wahl hängt von Dringlichkeit und Ziel ab:

Akuter, sichtbarer Mangel: Bittersalz als Blattdüngung (meist 2–5%ige Lösung) wirkt innerhalb weniger Tage.
Nachhaltige Grundversorgung: granuliertes Kieserit in den Boden eingearbeitet, oft im Herbst oder zur Saat.
Kombinierter K+Mg-Bedarf: Patentkali deckt beides in einer Gabe.

In der Praxis werden Blatt- und Bodendüngung häufig kombiniert: Kieserit für die Grundversorgung, Bittersalz zur schnellen Korrektur.

Bezug über Cerantis

Cerantis liefert Magnesiumsulfat in beiden Qualitäten – Kieserit (granuliert, ~25% MgO) für den Boden und Bittersalz (löslich, ~16% MgO) für Blatt und Fertigation. Die Mindestbestellmenge für Spezialdünger beträgt 1 MT (vorbehaltlich Produktverfügbarkeit und Lieferort). Patentkali als kombinierte K+Mg-Quelle besprechen wir gerne im Einzelfall.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Kieserit und Bittersalz?
Beides ist Magnesiumsulfat. Kieserit (Monohydrat, ~25% MgO) ist granuliert und langsam löslich – ideal für den Boden. Bittersalz (Heptahydrat, ~16% MgO) ist voll wasserlöslich – ideal für Blatt und Fertigation.
Was ist Patentkali?
Patentkali (Kalimagnesia, K₂SO₄·MgSO₄) ist ein chloridfreier Dünger, der Kalium, Magnesium und Schwefel kombiniert. Er ist sinnvoll, wenn Kalium und Magnesium gemeinsam benötigt werden.
Wie erkenne ich Magnesiummangel bei Mais?
Durch perlschnurartige Aufhellungen (Streifen) entlang der Blattadern, zuerst an den älteren Blättern. Bei starkem Mangel folgen Rötungen und Nekrosen.
Welche Dosierung ist für die Blattdüngung üblich?
Bittersalz wird meist als 2–5%ige Lösung gespritzt, oft in mehreren Gaben im Abstand von 10–15 Tagen.