Magnesiummangel erkennen und beheben: Kieserit, Bittersalz oder Patentkali?

Magnesium ist als Zentralatom des Chlorophylls für die Photosynthese unverzichtbar – und Magnesiummangel ist auf leichten, sandigen Böden sowie bei hoher Kaliumdüngung weit verbreitet. Wer ihn beheben will, steht vor der Wahl zwischen drei Magnesium-Schwefel-Düngern: Kieserit, Bittersalz und Patentkali. Dieser Beitrag erklärt die Unterschiede und die richtige Anwendung.
Magnesiummangel erkennen
Magnesiummangel zeigt sich zuerst an den älteren Blättern, da die Pflanze Magnesium in die jüngeren Blätter verlagert. Typische Symptome:
Begünstigt wird der Mangel durch leichte, sandige Böden (Auswaschung), kühle, nasse Bedingungen und hohe Kalium- oder Ammoniumgaben, die die Magnesiumaufnahme antagonistisch hemmen.
Kieserit, Bittersalz und Patentkali im Vergleich
Alle drei sind chloridfreie Magnesium-Schwefel-Quellen, unterscheiden sich aber in Form, Löslichkeit und Begleitnährstoff:
| Produkt | Nährstoffe | Form | Einsatz |
|---|---|---|---|
| Kieserit (MgSO₄·H₂O) | ~25% MgO + S | granuliert, langsam löslich | Bodengrunddüngung |
| Bittersalz (MgSO₄·7H₂O) | ~16% MgO + S | voll wasserlöslich | Blattdüngung, Fertigation |
| Patentkali (K₂SO₄·MgSO₄) | K₂O + MgO + S | granuliert | Kalium + Magnesium kombiniert |
Kieserit und Bittersalz liefern reines Magnesium plus Schwefel. Patentkali (Kalimagnesia) kombiniert zusätzlich Kalium – sinnvoll, wenn Kalium und Magnesium gemeinsam fehlen.
Boden- oder Blattdüngung?
Die Wahl hängt von Dringlichkeit und Ziel ab:
In der Praxis werden Blatt- und Bodendüngung häufig kombiniert: Kieserit für die Grundversorgung, Bittersalz zur schnellen Korrektur.
Bezug über Cerantis
Cerantis liefert Magnesiumsulfat in beiden Qualitäten – Kieserit (granuliert, ~25% MgO) für den Boden und Bittersalz (löslich, ~16% MgO) für Blatt und Fertigation. Die Mindestbestellmenge für Spezialdünger beträgt 1 MT (vorbehaltlich Produktverfügbarkeit und Lieferort). Patentkali als kombinierte K+Mg-Quelle besprechen wir gerne im Einzelfall.
